Matthew macht blau.

Matthew Broderick spielt Ferris, spielt Matthew Broderick.
Da kann ja im Grunde nichts mehr schief gehen, oder Honda?

Jedes Jahr überbieten sich Unternehmen in Kreativität und Finanzaufkommen, wenn es darum geht, einen Werbespot im heissesten TV-Umfeld des Jahres zu platzieren: Dem Superbowl. Nachdem VW im letzten Jahr mit der Schrumpfausgabe von Darth Vader sehr, sehr, sehr, sehr – hatte ich schon ‘sehr’ gesagt? – viel Erfolg hatte, versucht es Honda diesmal ebenfalls mit einer Hommage an einen Film. An einen Film, der jedem Anfang-bis-End-Dreißiger massiv im Kopf geblieben sein dürfte: “Ferris macht blau”.

Nun muss man wegen dieser Hommage und Broderick den Spot nicht gut finden.
Obwohl. Quatsch! Natürlich muss man. Wo kommen wir sonst hin?

Ansehen. Gut finden. Aus.

DTM 2012

1999 verfolgte ich zum letzten Mal eine komplette DTM Saison.
Reichlich eine Dekade her, hmm?
Seit 1993 bin ich Formel 1-Fan. Irgendwie hat die DTM mich verloren, keine Ahnung warum.
Das könnte sich 2012 ändern. Die DTM hat die Chance mich zurück zu gewinnen. Und daran ist ein Hersteller Schuld – BMW. Dabei ist es nicht nur so, dass BMW nach 20 Jahren zurück in den deutschen Tourenwagensport kommt und eine “Tradition zum Gewinnen” mitbringt. Es ist vielmehr die Situation, dass in der DTM 2012 drei Hersteller – und ja, leider immer wieder nur drei insgesamt, aber zuletzt war dies in der internationalen WTCC auch nicht anders, bevor sich BMW werkseitig zurückzog – aufeinander treffen, die auch in der Wirtschaftswelt hart kämpfen: Mercedes, Audi, BMW. Das sind *die* drei Premiumherstelle. *Die* drei Hersteller in Deutschland. *Die* drei Player, die sich um die gleichen Marktanteile, die gleichen Kunden, die gleiche Klientel streiten. Demnächst auch mit harten Bandagen auf der Rennstrecke. Da steckt nicht nur sportlich “Zunder” drin, sondern auch Brisanz jenseits der Rennstrecke. Dass es BMW Ernst meint, hat man bereits im Vorbereitungsjahr gezeigt – indem man das bisher geltende Gentlemans Agreement brach, sich Fahrer nicht aktiv gegenseitig abzuwerben.

Im April geht es los. Am 22.04. präsentieren alle drei Hersteller ihre Autos vor Publikum, bevor es am 29.04.2012 zum ersten Mal auf die Strecke geht. Der Druck für alle drei Hersteller ist groß: Audi will beweisen, dass man den Titel auch ohne Tomczyk, und vor allem mit dem neuen Auto, verteidigen kann. Mercedes steht in der Pflicht einen weiteren Titel zu holen. Und BMW? Die Jungs aus München haben den aktuellen Meister Tomczyk verpflichtet, und auch die anderen fünf Fahrer sind nicht ohne. Dazu erwarten viele Fans im Grunde ein Wunder – nämlich erste Siege bereits in der ersten Saison … dabei können die Jungs aus München doch vor allem für ein was Sorgen in der ersten Saison: Spannung, denn sie könne Audi und Mercedes durchaus ärgern, die es gewohnt sind, den Titel zwischen sich auszumachen. Das werden sie 2012 nicht mehr wie gewohnt können, zwar wäre es eine Überraschung, könnte BMW wirklich schon in der ersten Saison konstant vorn mitfahren, aber ganz so einfach Punkte zu holen wird man es den Wettbewerbern sicherlich auch nicht machen. Und dann wäre da noch Tomczyk, dem 2011 im Jahreswagen der Titelgewinn gelang, obwohl das Material eigentlich unterlegen war …

Abwarten. Und bis dahin genießen, wie BMW, Mercedes und Audi tröpfchenweise die neuen Autos vorstellen. So wie BMW heute – den Castrol EDGE BMW M3 DTM in blau/grün.

Fords Ein-Liter SUV

Gefällt, der Ford EcoSport. Enthüllt wurde der Steilwand-SUV in Indien, und da soll es auch verkauft werden. Als Mitglied der “One World”-Strategie, bei der ein und das gleiche Auto auf der ganzen Welt tatsächlich ein und das gleiche Auto sein soll, ist aber irgendwie schon zu hoffen, dass der kleine SUV auch den Weg nach Europa schafft. Süß ist er, gefällt mir mit seinen Ecken und Kanten.
Nur: “Für Beschleunigung sorgt ein neu entwickelter 1-Liter-Dreizylinder mit Direkteinspritzung und Turboaufladung, der eine Leistung von 120 PS entwickelt.”
Ja, wir werden uns an Downsizing gewöhnen müssen – aber ein SUV mit einem 1l-Aggregat ist schon eher lustig, oder? Aber erst einmal her damit, erst dann können wir wirklich reden – bisher hatte ich noch keinen tapferen Dreizylinder unterm Fuß, aber allein auf dem Papier hat das für mich DDR-Kind immer ein wenig Ostalgie-Feeling.

Der neue Peugeot 208.

Um die Geschichte von Peugeots 2er-Reihe zu verfolgen, muss man weit zurück gehen in der Geschichte. Denn sie fängt bereits 1929 an. Damals stellte die französische Marke mit dem Modell 201 das vor, was insbesondere mit dem 205 eine absolute Erfolgsgeschichte wurde.
Nun hat Peugeot den neuen 208 vorgestellt, der die Nachfolge des nur sechs Jahre alten 207 übernehmen wird. Und während man noch über die Pressemitteilung bummelt, liest, dass der neue 208 von den Aussenmaßen her schrumpft, während innen ebenso viel Platz – nein, mehr, mehr, mehr Platz! – sein soll, als im Vorgänger, denkt man über die neue Designsprache von Peugeot nach. Der neue Zwerg trägt ziemlich selbstbewusst die Linie von Designchef Gilles Vidal. Schick, doch.

Vorgestellt wird der 208 in Genf, auf dem Autosalon 2012. Man darf gespannt sein, wie die Klientel ihn annimmt. Uns (Männern) gefällt er – sowohl als Drei-, als auch als Fünf-Türer. Jetzt müssen nur die Motoren stimmen, dann könnte man den Zwerg der Frau auch mal für eine eigene Stadttour ‘entleihen’ ;)

Push that Button. Not.

Surfboard-Designer Roberto Ricci unternimmt mit einem Freund eine kleine Testfahrt und filmt sich dabei. Nix Besonderes? Stimmt schon. Wäre das Auto nicht ein Zwölfzylinder mit 477 PS. Noch immer nicht interessant. Richtig. Wäre da nicht dieses schicke Video während der Probefahrt entstanden. Und würde Ricci nicht aus Versehen den Knopf drücken, der die elektrischen Hilfssysteme des Aston Martin Rapide abschalten. Und käme dann nicht auch noch diese blöde Linkskurve!
Ansehen …

Chevrolet Camaro kommt nach Deutschland.

“Hach, endlich!”, sind die Worte, die uns angesichts einer IAA-Vormeldung entfahren. Endlich! Endlich darf eine Pony Car-Neuinterpretation auch ohne Umwege über den Importeur hier in Deutschland gekauft werden.
Denn zeitgleich mit seiner Präsentation auf der IAA wird die fünfte Generation des Chevrolet Camaro ab diesem Monat endlich auch in Deutschland angeboten. Das Coupé ist ab 38.990 Euro erhältlich. Die Preise für das Cabrio beginnen bei 43.990 Euro.
Ordentliche Preise, aber egal.
Hallo, Ford Deutschland: Bitte nachziehen!

Kurze Bemerkung zur Elektromobilität.

Bisher sind in Deutschland von 42,3 Millionen zugelassenen Pkw gerade einmal 2300 Elektrofahrzeuge. Die Infrastruktur ist immer noch nicht ausreichend ausgebaut, die Batterieleistung verbesserungsfähig. Es gibt keinen einheitlichen Stecker für die Autos zum Aufladen an den Stromsäulen. Im nächsten Jahr allerdings sollen die ersten deutschen Elektroautos in Serie gehen.

Kann man eigentlich so stehen lassen, auch wenn der ADAC das in seinem Weblog irgendwie versucht positiv zu verkaufen. Aber ein etwas sarkastischen Unterton kann ich mir da irgendwie nicht ganz verkneifen beim lesen.
Schauen wir, wo die Reise hin geht … Die Wiedergeburt des Elektroautos steht nach 100 Jahren Automobilität direkt vor der Tür. Und wenn man auf aktuellen Studien vertraut, ist das angebliche Reichweitenproblem von Elektro-Autos überhaupt kein Problem, weil wir sowieso nicht so viel fahren.

Übrigens, heute hat sich BMW-Chef Norbert Reithofer im Interview mit dem Handelsblatt erstmals zu einer Aussage hinreißen lassen, was der i3 kosten soll: “Der i3 wird günstiger als ein 5er-BMW sein.” Unter 40.000 Euro also. Mal sehen, wo die Konkurrenz landet.

Futuristisches Landei

Kurz, knackig und ohne viel Worte.
Das mögen wir ja. Sowohl bei Autos, als auch Herstellern.
Und deswegen kommt Land Rover gestern sehr sympathisch rüber. Denn die Pressemitteilung zur Defender-Studie DC100 war kurz, knapp und auf den Punkt. Mögen wir. Auf der anderen Seite gibt es über den Defender auch wenig zu erzählen. Denn der Nachfolger des aktuellen Modells ist erst für 2015 geplant, und so ist der DC100 im Grunde nicht viel mehr als ein Schauobjekt, an dem man ein, zwei Designmerkmale auf ihre Publikumsfähigkeit prüfen will. Deshalb, ganz ohne große Worte: Nett, aber nicht umwerfend. Mal sehen, wie das in 14 Tagen live aussieht ;)

Alles neu, zur IAA bei Ford

Bereits 2005 nutzte Ford die IAA, um die Designzukunft der Marke neu zu definieren. Mit dem Iosis stellte man damals den Design-Prototyp des neuen Mondeos vor und gab die Linie für die intern als “kinetic design” bezeichnete Formlinie der kommenden Modelle vor. Die IAA 2011 nimmt Ford nun als Zeitpunkt an, um das “kinetic design” auf eine neue Evolutionsstufe zu heben. Zugleich gewährt der Evos Concept einen ersten Ausblick auf Antriebs- und Fahrzeug-Technologien der Zukunft.

Das Design des Evos ist noch etwas strenger als das bisher bereits recht prägende Design. Das neue Fahrzeuggesicht von Ford verfügt über einen Kühlergrill in Trapezform und extrem flache Scheinwerfer (die wir so sicherlich allein der Vorschriften wegen kaum in Serie einfließen sehen werden). Der Evos ist “der perfekte Ausdruck unseres Anspruchs, stilistisch überzeugende und wunderschöne Autos zu bauen”, so Ford. Ja, doch. Schick ist er. Auch, wenn die Zeit der Flügeltüren eigentlich schon 1965 vorbei ..

Angetrieben wird das Concept von einem Plug-in-Hybrid-Motor mit Lithium-Ionen-Batterien. Ford will hier mit einer als „Powersplit“ bezeichneten, neuen Hybrid-Architektur eine neue Kombinationsfreiheit zwischen Elektro- und Verbrennungsmotor schaffen. Der Hybrid kommt beim Evos mit einer Vorrangschaltung für den Betrieb im elektrischen Modus.

Den dritten Schwerpunkt setzt der Evos beim Fahrer – Ford hat in den letzten Wochen immer wieder betont, dass man mehr zum Technologieführer werden wolle. Insbesondere die Einbindung von nützlicher und unterhaltender Technologie steht für Ford dabei im Vordergrund – insb. die Verbindung zwischen Nutzer, Auto und Internet. Hier wird man von Ford sicherlich noch einiges zu sehen bekommen in den nächsten Monaten und Jahren …

Übrigens: Das Design des Evos wurde in Deutschland entwickelt. “Welt-Autos” traut man wohl eher den Europäern zu designen zu, als den einheimischen US-Amerikanern ;)

It’s smart, stupid!

Noch 14 Tage bis zur IAA 2011, und schon jetzt quellen uns die Augen aus dem Kopf. So viele Autos! Allein gestern machte es “platsch” und drei Concept Car-Weltpremieren-Mails landeten in unserem Posteingang.

Smart Forvision
Ford Evos
und Land Rover DC100

Fangen wir von vorn an: Mit der Studie Forvision gibt man bei Smart erstmals einen kleinen Ausblick auf den neuen Smart Fortwo, der 2014 auf den Markt kommen soll. Doch das Conceptcar kann mehr als süß aussehen. Denn in Zusammenarbeit mit BASF entstand hier der Daimler’sche Ausblick auf die elektromobile Zukunft. Dabei stehen besonders drei Themen im Vordergrund: Energieeffizienz, Leichtbau und Temperaturmanagement.

Die Techniken sind laut Smart-Mama Daimler alle Serienreif. Egal ob Sonnenkollektoren auf dem Dach für die Entertainment-Systeme. Oder Glasfaser-Felgen, um Gewicht zu sparen. Oder leitfähige E-Textilien, um die Sitzheizung zu revolutionieren.

Wir sind gespannt, was in drei Jahren dann wirklich in der Serienversion des gänzlich neuen Smarts präsent sein wird. Angaben über die Motoren-Seite des neuen Zwergs bleibt Daimler schuldig, aber bei der Studie kommt es mehr auf die neuen Fahrer-zentrierten Technologien an. Hübsch zumindest ist er …