Das … der Welt

Es gibt Autos, bei denen weiß man vom ersten Blick auf die Pressebilder, dass sie nur für einen Zweck gebaut wurden: Um sich mit einem Titel, einem Rekord oder einer anderweitig prima-supi-dubi-Besonderheit schmücken zu können. Am häufigsten ist dieses Phänomen natürlich nicht bei den Massenherstellern, sondern Tunern und kleineren Autobauern anzutreffen. Ferrari oder Bugatti treiben es hier recht gern mit limitierten, durch Details voneinander abweichenden, Sondermodellen des ewig gleichen Autos auf die Spitze.

Diesmal ist es (schon wieder) Brabus, die sich für Ihre Autos bereits mit Titeln wie “Schnellste Limousine der Welt” und ähnlichem schmücken. In diesem Jahr hat man sich der Frischluft verschrieben und baut das “schnellsten viersitzige Cabriolet der Welt”. Danke Brabus, was würden wir ohne Dich tun! Langweile haben, wahrscheinlich. Denn irgendwie ist es am Ende ja durchaus so, dass einem trotz des blödsinnigen Rekordstrebens irgend ein Detail am Auto gefällt. Leider (?) hat sich Brabus beim Äußeren irgendwie nicht mit Ruhm bekleckert, weshalb wir direkt zu den technischen Details übergehen, die zumindest unser kleines Herz in ein wenig Aufregung versetzen. Das Mercedes-Benz E-Klasse Cabriolet hat von Brabus, wie nicht anders zu erwarten, nochmals ordentlich Steroide gespritzt bekommen. Als Herz schlägt nun ein 12-Zylinder Biturbo mit 588 kW / 800 PS in der dachlosen Limousine. Deren Maximalleistung liegt bei 5500 Umdrehungen in der Minute, mit einem möglichen Drehmoment von 1420 Newtonmetern, das jedoch elektronisch auf 1100 Nm begrenzt ist. In 3,7 Sekunden ist der Groß-Frischluft-Wagen aus dem Stand auf 100 km/h gesprintet, nach 9,9 Sekunden sind 200 km/h erreicht und nach 23,9 Sekunden ist man bei 300-km/h. Herz, was willst Du noch – außer einen Schrittmacher, für den Notfall?

Gebaut wird das kleine große Brabus-Monster in Kleinserie für 478.000 Euro. Dafür bekommt man Exklusivität, Schick und – in einem Cabriolet! – eine Tachometerskala, die bis zur 400 km/h-Grenze reicht.