
Ein Audi ist ein Audi ist ein Audi. Bisher. Denn der neue A3 ist eigentlich ein Golf im Audi-Fell. Und das mehr denn je. Denn der neue A3 ist das erstes Modell, welches mit dem neuen “modularen Querbaukasten” (MQB) von VW gebaut wird. Ein System, auf das man bei VW sehr stolz ist. Aus technischer Sicht sicherlich nicht zu Unrecht. Aber irgendwie macht das VW, Audi, Seat, Porsche und Skoda auch zu einem Brei. Zumindest im gewissen Rahmen. Der neue A3 ist der neue Golf. Und andersrum.
Auf der anderen Seite ist es eben jener Ansatz, den aktuell jeder Hersteller fährt: So viele Modelle auf der gleichen Basis wie möglich. Der Käufer kauft eine Marke, ein Gefühl, ein Design. Siehe BMW, die eben jenes Design mehr denn je in der Markenkommunikation stellen. Problem für Audi: Design kann man den Ingolstädtern nicht unbedingt unterstellen. Nicht, dass die Audis schlecht aussähen. Aber irgendwie sehen sie alle gleich aus, oder? Mit böser Zunge könnte man behaupten, bei Audi wolle man Autos mit dem Spar-Designaufwand von Porsche, VW-Technik und BMW-Lifestyle-Faktor verkaufen. Auf der anderen Seite findet das Käufer – ähnlich wie Mercedes, Porsche und BMW vermeldet Audi in den letzten Monaten stetig höhere Verkaufsrekorde.
Der neue A3 wird sein Publikum finden, wie es der alte tat. Und im Kampf zwischen Golf, A3, BMW 1er und der ebenfalls heute vorgestellten, neuen Mercedes A-Klasse könnte es in den nächsten Jahren absolut spannend werden – denn ab September 2012 stehen alle Kontrahenten in einer neuen Generation da (der BMW 1er wird dann, mit exakt einem Jahr der Älteste sein).






