
1999 verfolgte ich zum letzten Mal eine komplette DTM Saison.
Reichlich eine Dekade her, hmm?
Seit 1993 bin ich Formel 1-Fan. Irgendwie hat die DTM mich verloren, keine Ahnung warum.
Das könnte sich 2012 ändern. Die DTM hat die Chance mich zurück zu gewinnen. Und daran ist ein Hersteller Schuld – BMW. Dabei ist es nicht nur so, dass BMW nach 20 Jahren zurück in den deutschen Tourenwagensport kommt und eine “Tradition zum Gewinnen” mitbringt. Es ist vielmehr die Situation, dass in der DTM 2012 drei Hersteller – und ja, leider immer wieder nur drei insgesamt, aber zuletzt war dies in der internationalen WTCC auch nicht anders, bevor sich BMW werkseitig zurückzog – aufeinander treffen, die auch in der Wirtschaftswelt hart kämpfen: Mercedes, Audi, BMW. Das sind *die* drei Premiumherstelle. *Die* drei Hersteller in Deutschland. *Die* drei Player, die sich um die gleichen Marktanteile, die gleichen Kunden, die gleiche Klientel streiten. Demnächst auch mit harten Bandagen auf der Rennstrecke. Da steckt nicht nur sportlich “Zunder” drin, sondern auch Brisanz jenseits der Rennstrecke. Dass es BMW Ernst meint, hat man bereits im Vorbereitungsjahr gezeigt – indem man das bisher geltende Gentlemans Agreement brach, sich Fahrer nicht aktiv gegenseitig abzuwerben.
Im April geht es los. Am 22.04. präsentieren alle drei Hersteller ihre Autos vor Publikum, bevor es am 29.04.2012 zum ersten Mal auf die Strecke geht. Der Druck für alle drei Hersteller ist groß: Audi will beweisen, dass man den Titel auch ohne Tomczyk, und vor allem mit dem neuen Auto, verteidigen kann. Mercedes steht in der Pflicht einen weiteren Titel zu holen. Und BMW? Die Jungs aus München haben den aktuellen Meister Tomczyk verpflichtet, und auch die anderen fünf Fahrer sind nicht ohne. Dazu erwarten viele Fans im Grunde ein Wunder – nämlich erste Siege bereits in der ersten Saison … dabei können die Jungs aus München doch vor allem für ein was Sorgen in der ersten Saison: Spannung, denn sie könne Audi und Mercedes durchaus ärgern, die es gewohnt sind, den Titel zwischen sich auszumachen. Das werden sie 2012 nicht mehr wie gewohnt können, zwar wäre es eine Überraschung, könnte BMW wirklich schon in der ersten Saison konstant vorn mitfahren, aber ganz so einfach Punkte zu holen wird man es den Wettbewerbern sicherlich auch nicht machen. Und dann wäre da noch Tomczyk, dem 2011 im Jahreswagen der Titelgewinn gelang, obwohl das Material eigentlich unterlegen war …
Abwarten. Und bis dahin genießen, wie BMW, Mercedes und Audi tröpfchenweise die neuen Autos vorstellen. So wie BMW heute – den Castrol EDGE BMW M3 DTM in blau/grün.