Das Beste aus zwei Welten: Im BMW ActiveHybrid 3 vereint BMW den bekannten TwinPower Turbo Reihensechszylinder-Motor mit einem effizienten Elektroantrieb und einem Achtgang-Automatikgetriebe. Heraus kommt ein einzigartiger BMW.
Was ist mit Dir, Elektroauto?
Bist Du nun hot oder not? Bist Du Trend oder Dreck?
Die Branche wandelt mit Dir auf neuen Pfaden. Und weiß nicht, wo es hin geht.
Denn während Du frisch, jung und dynamisch bist, wirst Du von den meisten Käufern wohl als zu frisch, zu jung und spröde angesehen.
Während Dich Journalisten aus aller Welt in Form des Opel Ampera* zum “Car of the Year” krönen, lassen dich Käufer links liegen.
7.000 Ampera hat Opel für dieses Jahr verkauft. In Europa. Und auch wenn man die Zahl feiert … der Produktion hilft es kaum. Im Werk Hamtramck, wo der Ampera produziert wird, müssen die Mitarbeiter im März und April fünf Wochen Zwangspause einlegen. Denn das Auto verkauft sich wenig gut. Vom Ampera-Schwestermodell Chevrolet Volt stehen angeblich derzeit noch 6.000 Exemplare auf Halde.
Bei Renault ist man auch nicht wirklich in Feierlaune. Im Interview mit der Wirtschaftswoche räumte Renault-Vertriebsvorstand Jérome Stoll vor einigen Tagen einen eher holprigen Start der Elektro-Offensive der Franzosen ein: “Wir liegen unter den Erwartungen”, klagte er über die Absatzzahlen der Elektro-Modelle von Renault. Dabei hatten die Franzosen noch auf der IAA im letzten Jahr massiv getrommelt und besetzen mit einer ganzen Flotte an E-Modellen eigentlich jede Nutzungsart.
Und ausserhalb von Deutschland? In Estland haben bisher 20 Käufer die staatliche Förderung für E-Autos in Anspruch genommen. Die beträgt für die ersten 500 Autos immerhin jeweils 18.000 Euro. Die Regierung sinniert jetzt schon, was man mit dem Geld anfangen könnte, wenn es bis November nicht aufgebraucht wird.
Ach, E-Auto. Was machst Du?
Bist du wirklich nur leihweise cool? So, wie über car2go oder BMWs DriveNow? Die offerieren den e-smart und 1er ActiveE im Carsharing, im urbanen Raum.
Noch aber sind die Bedenken der Leute wohl zu groß. Zu groß der Gedanke: “Und wenn ich in einem Jahr in den 600 Kilometer entfernten Urlaubsort fahre?” Zu groß der finanzielle Nachteil. Zu klein die Erfahrung mit der E-Mobilität.
Ach, E-Auto. Wo fahren wir mit Dir hin?
Aktuell weiss die Branche das auch nicht so wirklich.
In Genf feiern aktuell vor allem die Benzin-Motoren ein kleines Comeback.
In Anbetracht der Kaufzurückhaltung beim Elektroantrieb und steigender Diesel-Preise (die EU will die Subventionen für Diesel gern kappen) wohl konsequent.
E. Wie Einfach.
Gilt beim Auto leider noch nicht.
Oder vielleicht. Vielleicht. Vielleicht, “muss Apple das Elektroauto retten.”
Schlug zumindest die Financial Times Deutschland im gestrigen Leitartikel vor.
Na, warten wir erstmal ab … Oder doch nicht?
* Kleine Anmerkung zum Ampera: Ja, eigentlich ist er ein Hybrid. Allerdings: Er kann auch mit leerem Sprit-Tank fahren, denn er wird rein elektrisch angetrieben. Und in den Augen der meisten Käufer ist der Ampera – auch dank des Opel-Marketings – ein Elektroauto. Mit “Reichweitenverlängerer”. Die Vorbehalte dürften ihm gegenüber jedoch nicht anders aussehen, als bei einem Mitsubishi iMieV oder Nissan Leaf.

Bisher sind in Deutschland von 42,3 Millionen zugelassenen Pkw gerade einmal 2300 Elektrofahrzeuge. Die Infrastruktur ist immer noch nicht ausreichend ausgebaut, die Batterieleistung verbesserungsfähig. Es gibt keinen einheitlichen Stecker für die Autos zum Aufladen an den Stromsäulen. Im nächsten Jahr allerdings sollen die ersten deutschen Elektroautos in Serie gehen.
Kann man eigentlich so stehen lassen, auch wenn der ADAC das in seinem Weblog irgendwie versucht positiv zu verkaufen. Aber ein etwas sarkastischen Unterton kann ich mir da irgendwie nicht ganz verkneifen beim lesen.
Schauen wir, wo die Reise hin geht … Die Wiedergeburt des Elektroautos steht nach 100 Jahren Automobilität direkt vor der Tür. Und wenn man auf aktuellen Studien vertraut, ist das angebliche Reichweitenproblem von Elektro-Autos überhaupt kein Problem, weil wir sowieso nicht so viel fahren.
Übrigens, heute hat sich BMW-Chef Norbert Reithofer im Interview mit dem Handelsblatt erstmals zu einer Aussage hinreißen lassen, was der i3 kosten soll: “Der i3 wird günstiger als ein 5er-BMW sein.” Unter 40.000 Euro also. Mal sehen, wo die Konkurrenz landet.
“Das Wagnis BMW i” übertitelt die ZEIT einen lesenswerten Artikel über die nun vorgestellten BMW i Concept Cars – den BMW i3 und den BMW i8. Darin schreibt Christoph M. Schwarzer richtigerweise: “Kein etablierter Autohersteller geht den Weg zum Elektroauto so konsequent wie BMW mit dem i3. [...] Der Wagen könnte so bedeutend und prägend für eine Ära sein wie ein Citroen DS – oder so grandios scheitern wie ein NSU Ro 80.”
Der jetzt erstmals gezeigte BMW i3 als Kompaktwagen mit Elektroantrieb (und, ein Seelenheil für BMW Fans: mit Heckantrieb!) ist tatsächlich revolutionär. Denn während Renault, Nissan, Toyota und Co. ihre Elektromaschinen und Akkus einfach in konventionelle Autohüllen stecken, wagt der i3 einen Schritt nach vorn. Sein Äußeres ist als Stromer geboren – er wurde von Anfang an mit dem Gedanken im Kopf erdacht, dass dieses Auto keinen (bis jetzt als) konventionellen Antrieb (bezeichneten Motor) haben wird. Das Kleid des i3 besteht darüber hinaus aus Carbonverbundfasern, allein das ist für ein künftiges Serienauto bereits revolutionär.
Auch der i8, der auf dem Vision EfficientDynamics basierende Supersportler, ist in der Form revolutionär. Gelingt es dem Sportwagen mit Plugin-Hybrid-Aggregat und aufgeladenem 3-Zylinder-Diesel in der präsentierten Formsprache in Serie zu gehen (ab 2014) dürfte es das erste Auto sein, dass der künftigen Mobilität für ein Jahr 2025 ein Gesicht geben könnte. Das Auto sieht filigran aus, gerade so, als sei er einem Science Fiction-Film entsprungen.
Die unter dem BMW i-Label in Serie gehenden Autos (der i3 ab 2013) könnten Design, Technologie und den Konzern BMW revolutionieren. Oder ruinieren. Man mag hoffen – sowohl für BMW, als auch das Straßenbild und Mutter Natur -, dass es Letzteres ist: Revolution on, BMW!
Renault setzt alles auf die Karte Elektromobilität. Zumindest erweckt es den Anschein, denn die Franzosen werden in den kommenden zwei Jahren insgesamt fünf reine Elektroautos auf den Markt bringen – so viele wie kaum ein anderer Hersteller. Und bei fünf soll es offenbar nicht bleiben. Denn jetzt präsentiert Renault den “Frendzy”, der auf der IAA gezeigt werden soll. Die Studie zeigt einen durchaus schicken Van, der sich konzeptionell sowohl an Gewerbetreibende als auch Familien wendet.
Damit man nicht zwei Autos – eine Gewerbe- und eine Familien-Version zeigen muss, vereint man einfach beide Konzepte im Prinzip des “doppelten Gesichts” – auf der Fahrerseite sitzen zwei gegenläufig öffnende Türen, auf der Beifahrerseite finden die Gewerbetreibenden eine Schiebetür. Statt eines Fensters gibt es hier dann auch – schließlich müssen Studien immer auffallen – einen 37-Zoll-Monitor, der als Werbefläche genutzt werden kann.
Technisch kommt der Frendzy mit einem Lithium-Ionen-Akku angefahren, der eine Reichweite von bis zu 170 Kilometer hat; ausreichend für den urbanen Liefer- und Familienverkehr.