Kurz, knackig und ohne viel Worte.
Das mögen wir ja. Sowohl bei Autos, als auch Herstellern.
Und deswegen kommt Land Rover gestern sehr sympathisch rüber. Denn die Pressemitteilung zur Defender-Studie DC100 war kurz, knapp und auf den Punkt. Mögen wir. Auf der anderen Seite gibt es über den Defender auch wenig zu erzählen. Denn der Nachfolger des aktuellen Modells ist erst für 2015 geplant, und so ist der DC100 im Grunde nicht viel mehr als ein Schauobjekt, an dem man ein, zwei Designmerkmale auf ihre Publikumsfähigkeit prüfen will. Deshalb, ganz ohne große Worte: Nett, aber nicht umwerfend. Mal sehen, wie das in 14 Tagen live aussieht ;)
Archiv der Kategorie: Concept Cars
Alles neu, zur IAA bei Ford
Bereits 2005 nutzte Ford die IAA, um die Designzukunft der Marke neu zu definieren. Mit dem Iosis stellte man damals den Design-Prototyp des neuen Mondeos vor und gab die Linie für die intern als “kinetic design” bezeichnete Formlinie der kommenden Modelle vor. Die IAA 2011 nimmt Ford nun als Zeitpunkt an, um das “kinetic design” auf eine neue Evolutionsstufe zu heben. Zugleich gewährt der Evos Concept einen ersten Ausblick auf Antriebs- und Fahrzeug-Technologien der Zukunft.
Das Design des Evos ist noch etwas strenger als das bisher bereits recht prägende Design. Das neue Fahrzeuggesicht von Ford verfügt über einen Kühlergrill in Trapezform und extrem flache Scheinwerfer (die wir so sicherlich allein der Vorschriften wegen kaum in Serie einfließen sehen werden). Der Evos ist “der perfekte Ausdruck unseres Anspruchs, stilistisch überzeugende und wunderschöne Autos zu bauen”, so Ford. Ja, doch. Schick ist er. Auch, wenn die Zeit der Flügeltüren eigentlich schon 1965 vorbei ..
Angetrieben wird das Concept von einem Plug-in-Hybrid-Motor mit Lithium-Ionen-Batterien. Ford will hier mit einer als „Powersplit“ bezeichneten, neuen Hybrid-Architektur eine neue Kombinationsfreiheit zwischen Elektro- und Verbrennungsmotor schaffen. Der Hybrid kommt beim Evos mit einer Vorrangschaltung für den Betrieb im elektrischen Modus.
Den dritten Schwerpunkt setzt der Evos beim Fahrer – Ford hat in den letzten Wochen immer wieder betont, dass man mehr zum Technologieführer werden wolle. Insbesondere die Einbindung von nützlicher und unterhaltender Technologie steht für Ford dabei im Vordergrund – insb. die Verbindung zwischen Nutzer, Auto und Internet. Hier wird man von Ford sicherlich noch einiges zu sehen bekommen in den nächsten Monaten und Jahren …
Übrigens: Das Design des Evos wurde in Deutschland entwickelt. “Welt-Autos” traut man wohl eher den Europäern zu designen zu, als den einheimischen US-Amerikanern ;)
It’s smart, stupid!
Noch 14 Tage bis zur IAA 2011, und schon jetzt quellen uns die Augen aus dem Kopf. So viele Autos! Allein gestern machte es “platsch” und drei Concept Car-Weltpremieren-Mails landeten in unserem Posteingang.
Smart Forvision
Ford Evos
und Land Rover DC100
Fangen wir von vorn an: Mit der Studie Forvision gibt man bei Smart erstmals einen kleinen Ausblick auf den neuen Smart Fortwo, der 2014 auf den Markt kommen soll. Doch das Conceptcar kann mehr als süß aussehen. Denn in Zusammenarbeit mit BASF entstand hier der Daimler’sche Ausblick auf die elektromobile Zukunft. Dabei stehen besonders drei Themen im Vordergrund: Energieeffizienz, Leichtbau und Temperaturmanagement.
Die Techniken sind laut Smart-Mama Daimler alle Serienreif. Egal ob Sonnenkollektoren auf dem Dach für die Entertainment-Systeme. Oder Glasfaser-Felgen, um Gewicht zu sparen. Oder leitfähige E-Textilien, um die Sitzheizung zu revolutionieren.
Wir sind gespannt, was in drei Jahren dann wirklich in der Serienversion des gänzlich neuen Smarts präsent sein wird. Angaben über die Motoren-Seite des neuen Zwergs bleibt Daimler schuldig, aber bei der Studie kommt es mehr auf die neuen Fahrer-zentrierten Technologien an. Hübsch zumindest ist er …
Peugeots Niedrig-Van
Französischer Chic: Peugeot feiert auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt die Weltpremiere des Concept Cars HX1. Der Diesel-Hybrid mit 4,93 Metern Länge bietet Platz für bis zu sechs Insassen, ist als Van jedoch ungewöhnlich niedrig gehalten. Familienväter mit sportlichem Fuss und wenig Ambitionen für Sharan und Co. werden es lieben.
Dank zahlreicher mobiler, geschwindigkeitsgesteuerter Aerodynamik-Teile kommt der flache Van zudem auf einen außergewöhnlichen Luftwiderstandsbeiwert von nur 0,28 cW. Der Innenraum ist über vier gegenläufig öffnende Türen zugänglich. Natürliche Werkstoffe mit fortschrittlichster Technologie kennzeichnen die Innenraumgestaltung.
Die Systemleistung des 2.2 HDi mit Elektromotor beträgt insgesamt 220 kW / 299 PS. Die Elektro-Reichweite des Hybrid4-Konzeptes wurde dank Plug-in-Funktion auf 30 Kilometer erweitert. Der HX1 kommt so auf einen EU-Normverbrauch von 3,2 Litern je 100 Kilometer und auf 83 Gramm CO2 pro Kilometer.
Chevrolet Miray und Colorado Rally
Die IAA wirft ihren größer werdenden Schatten voraus – nur noch einen Monat, bis in Frankfurt ein Premierenfeuerwerk abbrennen wird. Jetzt zeigt Chevrolet zwei spannende Studien, die auf der IAA ihre Europapremiere feiern werden – die Konzeptfahrzeuge. Während der Rally einen Ausblick auf die zukünftige Generation des Mittelkasse-Pick-ups gibt, verschmilzt im futuristischen Miray ein von Kampfjets inspiriertes Äußeres mit einem fortschrittlichen Hybridantrieb.
Insbesondere der Colorado Rally gefällt uns ja sehr. Trotz des Glaubens an die Konzepte der Future Mobility können wir uns einfach nicht verwehren – brachiale, große PickUps sind einfach cool. So ein Dodge RAM als Dienstwagen ist ja etwas, das hier immer wieder diskutiert wird ..
Der Chevrolet Colorado Rally sitzt auf einem Allrad-Chassis und ist vorrangig mit dem Blick auf einen möglichen Einsatz bei Marathonrallyes designt. Große Scheinwerfer mit LED-Leuchtelementen und zwei zusätzliche Leuchten in die Vorderkante des Daches und in den Seitenspiegel sorgen für ausreichend Beleuchtung und taghelle Fahrten in tiefster Nacht. Rally-Fenster aus Acryl mit Lufteinlässen und die Abschlepphaken vorne und hinten betonen die Geländetauglichkeit und den Motorsportanspruch. Perfekt für Rallys – oder Großstadtcowboys wie uns ;-)
Das Concept Car wird von einem 2,8-Liter-Turbo-Dieselmotor angetrieben.
Wir sind gespannt, ob das irgendwann mal auf die Straße findet. Den Colorado gibt es bereits im normalen (US-)Programm von Chevrolet, aber so schick auf Sport getrimmt wirkt er noch einen Ticken schicker.
Hallo, Chevrolet Deutschland – wann kommt das Baby denn? Oder der normale Colorado nach Deutschland? Oder – Moment. Wir hätten noch eine Idee: Wir kommen einfach in Frankfurt vorbei und nehmen das Ding gleich so vom Stand weg mit! Was kost’n der? Und hat der Radio? Radio hat der, hat der. Oder? ;-)
BMW i Konzeptfahrzeuge
“Das Wagnis BMW i” übertitelt die ZEIT einen lesenswerten Artikel über die nun vorgestellten BMW i Concept Cars – den BMW i3 und den BMW i8. Darin schreibt Christoph M. Schwarzer richtigerweise: “Kein etablierter Autohersteller geht den Weg zum Elektroauto so konsequent wie BMW mit dem i3. [...] Der Wagen könnte so bedeutend und prägend für eine Ära sein wie ein Citroen DS – oder so grandios scheitern wie ein NSU Ro 80.”
Der jetzt erstmals gezeigte BMW i3 als Kompaktwagen mit Elektroantrieb (und, ein Seelenheil für BMW Fans: mit Heckantrieb!) ist tatsächlich revolutionär. Denn während Renault, Nissan, Toyota und Co. ihre Elektromaschinen und Akkus einfach in konventionelle Autohüllen stecken, wagt der i3 einen Schritt nach vorn. Sein Äußeres ist als Stromer geboren – er wurde von Anfang an mit dem Gedanken im Kopf erdacht, dass dieses Auto keinen (bis jetzt als) konventionellen Antrieb (bezeichneten Motor) haben wird. Das Kleid des i3 besteht darüber hinaus aus Carbonverbundfasern, allein das ist für ein künftiges Serienauto bereits revolutionär.
Auch der i8, der auf dem Vision EfficientDynamics basierende Supersportler, ist in der Form revolutionär. Gelingt es dem Sportwagen mit Plugin-Hybrid-Aggregat und aufgeladenem 3-Zylinder-Diesel in der präsentierten Formsprache in Serie zu gehen (ab 2014) dürfte es das erste Auto sein, dass der künftigen Mobilität für ein Jahr 2025 ein Gesicht geben könnte. Das Auto sieht filigran aus, gerade so, als sei er einem Science Fiction-Film entsprungen.
Die unter dem BMW i-Label in Serie gehenden Autos (der i3 ab 2013) könnten Design, Technologie und den Konzern BMW revolutionieren. Oder ruinieren. Man mag hoffen – sowohl für BMW, als auch das Straßenbild und Mutter Natur -, dass es Letzteres ist: Revolution on, BMW!
Audis DTM Racer für 2012
Für ein wenig Unmut bei Mercedes und Audi hat BMW letzte Woche gesorgt, als man bekannt gab, den BMW M3 DTM-Prototypen für das nächste Jahr bereits jetzt vorstellen zu wollen. Denn der Erste zu sein, ist nicht nur ein Wettbewerb auf der Strecke – auch bei den Präsentationen will jedes Team vor dem ersten liegen.
Deshalb hat Audi jetzt zeitgleich zu BMW einen Ausblick auf sein DTM-Fahrzeug für die kommende Saison gegeben. Da man in Ingolstadt jedoch noch nicht mit einem fertigen Fahrzeug aufwarten kann, schließlich befindet sich Audi mitten in der aktuellen DTM-Saison und kann sich damit nicht alleinig auf 2012 konzentrieren, müssen hier erste Skizzen reichen.
Der erste Prototyp des neuen DTM Coupés wird aktuell aufgebaut und basiert technisch, wie bereits vermutet, auf dem neuen Audi A5. Das Roll-out des neuen Boliden steht unmittelbar bevor, erstmals der Öffentlichkeit gezeigt werden soll der neue Audi A5 DTM dann Mitte September auf der IAA in Frankfurt.
Vom erfolgreichen A4 DTM, der seit 2004 bisher viermal den DTM-Titel errang, übernimmt Audi den nahezu unveränderten V8-Motor mit rund 340 kW (460 PS), was rund 20 PS weniger wären als beim BMW-Aggregat. Charakteristisch für die DTM-Fahrzeuge der Generation 2012 sind der gewachsene Heckflügel sowie eine Reduktion der erlaubten aerodynamischen Anbauteile. Die vom Audi-Design-Team erstellten grafischen Konzeptstudien des Audi A5 DTM deuten die Optik des kommenden Audi-Renntourenwagens lediglich an. Auch BMW behält sich ganz offen Änderungen am vorgestellten Concept Car vor – innerhalb der Regeln hat man da sicherlich noch einige Dinge im Köcher, die man den Wettbewerbern nicht vor dem ersten Rennen zeigen will. Man kennt das aus anderen Rennserien …
BMWs DTM Batmobil.
Matt-Schwarz. So ganz anders als erwartet.
So präsentierte BMW am Freitag Abend (15.07.2011) das BMW M3 DTM Concept Car. Das Batmobil gibt einen Ausblick auf das Auto, mit dem man im nächsten Jahr wieder in der DTM an den Start gehen will. Vor 20 Jahren beendete BMW sein Engagement in der deutschen Tourenwagen Meisterschaft – zuvor hatte man Geschichte geschrieben. Zwischen 1987 und 1992 feierte der BMW M3 in der DTM-Vorgängerserie nicht weniger als 40 Siege und über 150 Podestplätze. An diese Erfolge will BMW nun ab 2012 anknüpfen und gibt sich Siegessicher.
Das BMW M3 DTM Concept Car wird in den kommenden Monaten jede Menge Testfahrten absolvieren. Es setzt die Regeln für die kommende Saison der DTM bereits jetzt um und dient als Basis-Auto für die sechs BMW M3 DTM-Fahrzeuge, die BMW 2012 einsetzen wird.
Technisch basieren die Fahrzeuge 2012 wieder auf Coupés (so wird Audi als Basis auf den A5 setzen, statt wie bisher auf den A4) und kommen mit vielen Einheitsteilen daher. Damit soll das Wettrüsten der dann drei engagierten Autohersteller eingedämmt werden. Allerdings macht es das auch schwieriger die Autos individuell und zur Marke passend technisch umzusetzen. Als Herz des BMW M3 DTM wird ein V8-Motor mit der vom technischen Reglement definierten Luftmengenbegrenzung zum Einsatz kommen, der rund 480 PS entwickelt. Damit schafft es das Fahrzeug von 0 auf 100 km/h in rund drei Sekunden, bei einer Spitzengeschwindigkeit von ca. 300 km/h.
Der BMW von morgen

“Die Hölle friert zu”, kommentiert ein Nutzer von twitter, das, was gerade passiert sein muss: BMW stellt einen 3-Zylinder Turbo-Diesel-Plugin-Hybrid vor.
Das BMW Vision EfficientDynamics zeigt, wohin BMW will – mit dem Design ebenso wie mit der Technologie. Zwar zeigt man beim neuen Concept ziemlich viel Mut in der Formsprache, die Front ähnlich allerdings dem M1 Hommage-Concept. Technisch verbaut BMW, was nicht nur BMW-Fans gern endlich auch im Serienauto hätten: Einen 1,5-Liter großen Turbo-Diesel plus zwei kleine Elektromotoren. Die bringen – alle zusammen geschaltet – insgesamt 360 PS, beschleunigen den 2+2 Sportler in unter 5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und macht erst bei 250 km/h Schluss. Dabei verbraucht der BMW Vision EfficientDynamics gerade einmal 3,7 Liter – trotz Gasfuß. Daneben lassen sich die Elektro-Aggregate auch allein ohne Diesel fahren und reichen für ungefähr 50 Kilometer. Für den Weg zum Bäcker und meist auch auf Arbeit reicht das vollkommen, zumal die Akkus in 2 1/2 Stunden wieder aufgeladen sein sollen. Fährt man allein mit dem Diesel-Motor laden sich die Akkus darüber hinaus über die Energierückgewinnung der Bremsen wieder auf.
Mit dem BMW Vision EfficientDynamics zeigt BMW, was möglich ist. Zeit, es auch auf die Straße zu bringen .. mit dem X6 ActiveHybrid hat es von der IAA-Premiere bis zur Straßenversion übrigens in nur zwei Jahren geklappt. Das macht Hoffnung. Und schürt die Neugier, in welchem Sportler wir dieses Antriebskonzept wohl sehen werden. Die Gespräche unter Autofahrern dürften damit allerdings revolutioniert werden, denn Hubraum-Größe und Zylinder-Anzahl sind nicht mehr länger Indikator für Kraft, Dynamik und Geschwindigkeit.
Aus dem Weg!

Mit diesem Auto im Rückspiegel sollte Platzmachen leicht fallen: Dieses 5,10 Meter lange und 1,98 Meter breite Gefährt soll nichts Geringeres sein als der perfekte Streifenwagen.
Entwickelt hat den Prototypen eines puren Polizeiwagens die kleine Detroiter Auto-Schmiede Carbon Motors. Die will in drei Jahren mit der Serienproduktion starten und hofft, mit der Basis von 1700 während der Entwicklung befragten Polizisten, die ihre Wünsche in den Prototypen haben einfließen lassen, die Kommunen in den USA zum Kauf ihres Autos bewegen zu können.
Als Antrieb plant Carbon Motors für das in drei Jahren bereit stehende Serienmodell einen drei Liter großen Diesel, der immerhin 40% verbrauchsärmer arbeitet als die Motoren in den bisherigen Polizeiautos – die sind wie in Deutschland allesamt umgerüstete Serienfahrzeuge bestimmter Hersteller. Trotzdem steht der Diesel seinen großen Brüdern in nix nach, denn mit 305 PS bringt er den Polizistentraum in sieben Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und riegelt erst bei 250 km/h ab. Das sollte selbst in den USA reichen …
Während sich der als E7 bezeichnete Prototyp außen dank aggressivem Design und Rammschutz hart gibt, überzeugt er innen mit einem weichen Kern. So sind die Sitze besonders klimatisiert, lassen sich Informationen direkt in die Frontscheibe projiziert und eine Infrarot-Kamera erleichtert die Nachtsicht. Alles um Überwachung, Arbeiten und Sicherheit der Polizisten zu erleichtern bzw. zu verbessern.
Der E7 ist wahrscheinlich der feuchte Traum eines Streifen-Polizisten. Nur von der Seite könnte man vor der Serienproduktion ruhig noch einmal Designerhand anlegen.
































