Gestern Abend flatterte eine Mail von Bentley in mein Postfach. Nichts aussergewöhnliches. Wenn auch die einzige Verbindung zwischen mir und der VW-gesteuerten Luxusmarke eigentlich der Presseverteiler ist. Und als ich den Betreff las, gruselte es mir etwas. Und das vor’m Schlafengehen. Und es verfolgte mich direkt auch. War für eine unruhige Nacht ich hatte! Albträume plagten mich. Träume, in denen mich riesige Bentleys verfolgten, und in denen ich irgendwann wie in Transformers Sam, zwischen den Fronten stand, als riesenhafte BMW X5-Transformers plötzlich den Kampf gegen diese Ausgeburt der Designerhölle aus Wolfsburg aufnahmen. Und zum Glück gewannen.
Nur habe ich die Befürchtung, dass die “Guten” nur in meinem Traum gewinnen, und wir demnächst wirklich auf der Straße sehen, was Bentley in Genf als “EXP 9 F”-Concept zeigt.
Ein Bentley-SUV.

Ein Vierradgetriebenes, drittes Modell von Bentley.
Das haben weder der recht schnöde Mulsanne noch der wirklich gelungene Continental verdient.
Ein hässliches Brüderlein. Einen Glöckner von Crewe.
Oder wollte Charles Philip Arthur George Mountbatten-Windsor, Prince of Wales and Duke of Cornwall sowas für seine Rundfahrten über die üppigen Gründe der englischen Königsfamilie?
Wirklich?
Als eine “fusion of contemporary, crafted luxury, advanced in-car technology, commanding driving position and all-terrain capability” preist Bentley den “EXP 9 F” an. Erschreckenderweise hat man auch schon ein Aggregat in das Ding gebaut. Einen 6-Liter-W12 mit Twin Turbo. Das macht die Bedrohung umso realer.
Einziges Glück: Bentleys sieht man hier so selten, da fällt dieser Demenzanfall für gutes Design nicht so stark auf, selbst wenn es wirklich in Serie gehen sollte. Uff!