Der neue Peugeot 208.

Um die Geschichte von Peugeots 2er-Reihe zu verfolgen, muss man weit zurück gehen in der Geschichte. Denn sie fängt bereits 1929 an. Damals stellte die französische Marke mit dem Modell 201 das vor, was insbesondere mit dem 205 eine absolute Erfolgsgeschichte wurde.
Nun hat Peugeot den neuen 208 vorgestellt, der die Nachfolge des nur sechs Jahre alten 207 übernehmen wird. Und während man noch über die Pressemitteilung bummelt, liest, dass der neue 208 von den Aussenmaßen her schrumpft, während innen ebenso viel Platz – nein, mehr, mehr, mehr Platz! – sein soll, als im Vorgänger, denkt man über die neue Designsprache von Peugeot nach. Der neue Zwerg trägt ziemlich selbstbewusst die Linie von Designchef Gilles Vidal. Schick, doch.

Vorgestellt wird der 208 in Genf, auf dem Autosalon 2012. Man darf gespannt sein, wie die Klientel ihn annimmt. Uns (Männern) gefällt er – sowohl als Drei-, als auch als Fünf-Türer. Jetzt müssen nur die Motoren stimmen, dann könnte man den Zwerg der Frau auch mal für eine eigene Stadttour ‘entleihen’ ;)

Push that Button. Not.

Surfboard-Designer Roberto Ricci unternimmt mit einem Freund eine kleine Testfahrt und filmt sich dabei. Nix Besonderes? Stimmt schon. Wäre das Auto nicht ein Zwölfzylinder mit 477 PS. Noch immer nicht interessant. Richtig. Wäre da nicht dieses schicke Video während der Probefahrt entstanden. Und würde Ricci nicht aus Versehen den Knopf drücken, der die elektrischen Hilfssysteme des Aston Martin Rapide abschalten. Und käme dann nicht auch noch diese blöde Linkskurve!
Ansehen …

Chevrolet Camaro kommt nach Deutschland.

“Hach, endlich!”, sind die Worte, die uns angesichts einer IAA-Vormeldung entfahren. Endlich! Endlich darf eine Pony Car-Neuinterpretation auch ohne Umwege über den Importeur hier in Deutschland gekauft werden.
Denn zeitgleich mit seiner Präsentation auf der IAA wird die fünfte Generation des Chevrolet Camaro ab diesem Monat endlich auch in Deutschland angeboten. Das Coupé ist ab 38.990 Euro erhältlich. Die Preise für das Cabrio beginnen bei 43.990 Euro.
Ordentliche Preise, aber egal.
Hallo, Ford Deutschland: Bitte nachziehen!

Kurze Bemerkung zur Elektromobilität.

Bisher sind in Deutschland von 42,3 Millionen zugelassenen Pkw gerade einmal 2300 Elektrofahrzeuge. Die Infrastruktur ist immer noch nicht ausreichend ausgebaut, die Batterieleistung verbesserungsfähig. Es gibt keinen einheitlichen Stecker für die Autos zum Aufladen an den Stromsäulen. Im nächsten Jahr allerdings sollen die ersten deutschen Elektroautos in Serie gehen.

Kann man eigentlich so stehen lassen, auch wenn der ADAC das in seinem Weblog irgendwie versucht positiv zu verkaufen. Aber ein etwas sarkastischen Unterton kann ich mir da irgendwie nicht ganz verkneifen beim lesen.
Schauen wir, wo die Reise hin geht … Die Wiedergeburt des Elektroautos steht nach 100 Jahren Automobilität direkt vor der Tür. Und wenn man auf aktuellen Studien vertraut, ist das angebliche Reichweitenproblem von Elektro-Autos überhaupt kein Problem, weil wir sowieso nicht so viel fahren.

Übrigens, heute hat sich BMW-Chef Norbert Reithofer im Interview mit dem Handelsblatt erstmals zu einer Aussage hinreißen lassen, was der i3 kosten soll: “Der i3 wird günstiger als ein 5er-BMW sein.” Unter 40.000 Euro also. Mal sehen, wo die Konkurrenz landet.

Futuristisches Landei

Kurz, knackig und ohne viel Worte.
Das mögen wir ja. Sowohl bei Autos, als auch Herstellern.
Und deswegen kommt Land Rover gestern sehr sympathisch rüber. Denn die Pressemitteilung zur Defender-Studie DC100 war kurz, knapp und auf den Punkt. Mögen wir. Auf der anderen Seite gibt es über den Defender auch wenig zu erzählen. Denn der Nachfolger des aktuellen Modells ist erst für 2015 geplant, und so ist der DC100 im Grunde nicht viel mehr als ein Schauobjekt, an dem man ein, zwei Designmerkmale auf ihre Publikumsfähigkeit prüfen will. Deshalb, ganz ohne große Worte: Nett, aber nicht umwerfend. Mal sehen, wie das in 14 Tagen live aussieht ;)

Alles neu, zur IAA bei Ford

Bereits 2005 nutzte Ford die IAA, um die Designzukunft der Marke neu zu definieren. Mit dem Iosis stellte man damals den Design-Prototyp des neuen Mondeos vor und gab die Linie für die intern als “kinetic design” bezeichnete Formlinie der kommenden Modelle vor. Die IAA 2011 nimmt Ford nun als Zeitpunkt an, um das “kinetic design” auf eine neue Evolutionsstufe zu heben. Zugleich gewährt der Evos Concept einen ersten Ausblick auf Antriebs- und Fahrzeug-Technologien der Zukunft.

Das Design des Evos ist noch etwas strenger als das bisher bereits recht prägende Design. Das neue Fahrzeuggesicht von Ford verfügt über einen Kühlergrill in Trapezform und extrem flache Scheinwerfer (die wir so sicherlich allein der Vorschriften wegen kaum in Serie einfließen sehen werden). Der Evos ist “der perfekte Ausdruck unseres Anspruchs, stilistisch überzeugende und wunderschöne Autos zu bauen”, so Ford. Ja, doch. Schick ist er. Auch, wenn die Zeit der Flügeltüren eigentlich schon 1965 vorbei ..

Angetrieben wird das Concept von einem Plug-in-Hybrid-Motor mit Lithium-Ionen-Batterien. Ford will hier mit einer als „Powersplit“ bezeichneten, neuen Hybrid-Architektur eine neue Kombinationsfreiheit zwischen Elektro- und Verbrennungsmotor schaffen. Der Hybrid kommt beim Evos mit einer Vorrangschaltung für den Betrieb im elektrischen Modus.

Den dritten Schwerpunkt setzt der Evos beim Fahrer – Ford hat in den letzten Wochen immer wieder betont, dass man mehr zum Technologieführer werden wolle. Insbesondere die Einbindung von nützlicher und unterhaltender Technologie steht für Ford dabei im Vordergrund – insb. die Verbindung zwischen Nutzer, Auto und Internet. Hier wird man von Ford sicherlich noch einiges zu sehen bekommen in den nächsten Monaten und Jahren …

Übrigens: Das Design des Evos wurde in Deutschland entwickelt. “Welt-Autos” traut man wohl eher den Europäern zu designen zu, als den einheimischen US-Amerikanern ;)

It’s smart, stupid!

Noch 14 Tage bis zur IAA 2011, und schon jetzt quellen uns die Augen aus dem Kopf. So viele Autos! Allein gestern machte es “platsch” und drei Concept Car-Weltpremieren-Mails landeten in unserem Posteingang.

Smart Forvision
Ford Evos
und Land Rover DC100

Fangen wir von vorn an: Mit der Studie Forvision gibt man bei Smart erstmals einen kleinen Ausblick auf den neuen Smart Fortwo, der 2014 auf den Markt kommen soll. Doch das Conceptcar kann mehr als süß aussehen. Denn in Zusammenarbeit mit BASF entstand hier der Daimler’sche Ausblick auf die elektromobile Zukunft. Dabei stehen besonders drei Themen im Vordergrund: Energieeffizienz, Leichtbau und Temperaturmanagement.

Die Techniken sind laut Smart-Mama Daimler alle Serienreif. Egal ob Sonnenkollektoren auf dem Dach für die Entertainment-Systeme. Oder Glasfaser-Felgen, um Gewicht zu sparen. Oder leitfähige E-Textilien, um die Sitzheizung zu revolutionieren.

Wir sind gespannt, was in drei Jahren dann wirklich in der Serienversion des gänzlich neuen Smarts präsent sein wird. Angaben über die Motoren-Seite des neuen Zwergs bleibt Daimler schuldig, aber bei der Studie kommt es mehr auf die neuen Fahrer-zentrierten Technologien an. Hübsch zumindest ist er …

Peugeots Niedrig-Van

Französischer Chic: Peugeot feiert auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt die Weltpremiere des Concept Cars HX1. Der Diesel-Hybrid mit 4,93 Metern Länge bietet Platz für bis zu sechs Insassen, ist als Van jedoch ungewöhnlich niedrig gehalten. Familienväter mit sportlichem Fuss und wenig Ambitionen für Sharan und Co. werden es lieben.
Dank zahlreicher mobiler, geschwindigkeitsgesteuerter Aerodynamik-Teile kommt der flache Van zudem auf einen außergewöhnlichen Luftwiderstandsbeiwert von nur 0,28 cW. Der Innenraum ist über vier gegenläufig öffnende Türen zugänglich. Natürliche Werkstoffe mit fortschrittlichster Technologie kennzeichnen die Innenraumgestaltung.

Die Systemleistung des 2.2 HDi mit Elektromotor beträgt insgesamt 220 kW / 299 PS. Die Elektro-Reichweite des Hybrid4-Konzeptes wurde dank Plug-in-Funktion auf 30 Kilometer erweitert. Der HX1 kommt so auf einen EU-Normverbrauch von 3,2 Litern je 100 Kilometer und auf 83 Gramm CO2 pro Kilometer.

“Nicht verunsichern lassen” #E10

Hach. E10. Was für ein schönes Thema. Neben der Eurokrise und der Inkompetenz der deutschen Regierung hat sich E10 zum Dauerlagerfeuerthema 2011 entwickelt. Wunderbar.

Um nach der etwas E10-ruhigen Sommerpause wieder etwas zu berichten zu haben, hat der ADAC einen Test durchgeführt. Das passt auch vom zeitlichen Rahmen her irgendwie prima. Denn nachdem die Ölkonzerne die Einführung von E10 nach den ersten drei Monaten für gescheitert erklären mussten stehen sie jetzt, nach den Ferien, vor einem zweiten Anlauf und wollen nochmals versuchen E10 in deutsche PKW-Tanks zu bekommen.
Der ADAC also, des Deutschen liebster Automobil-Club, hat herausfinden wollen, was nun dran ist am “motorfressenden Vernichtungstrank”. Also nahm man einen explizit als nicht E10-tauglich benannten Opel Signum (gebaut zwischen 2003 und 2008), befüllte ihn munter mit dem neuen Biosprit und fuhr.

Nach 16 000 Kilometern veröffentlichte man eine Pressemeldung. Darin zu lesen: “Mehr als 16 000 Kilometer [..] ohne negative Folgen mit dem neuen Biokraftstoff überstanden. Eine Inspektion des Kraftstoffsystems ergab keinen Hinweis auf die befürchtete Ethanolkorrosion.” Und weiter: “Der ADAC empfiehlt den Fahrzeugherstellern, ihre Empfehlungen bei Fehlbetankungen mit E10, die häufig in einem aufwendigen und kostspieligen Werkstattaufenthalt münden, zu überprüfen.”, auch wenn man direkt einschränkt: “Trotzdem empfiehlt der ADAC, die verbindlichen Angaben der Hersteller zu befolgen.”.
Klang nicht schlecht, am 10. Juni 2011.

Nun hat der ADAC in seiner Mitgliederzeitschrift den Test mit dem Signum ausgewertet. Ergebnis: “Autofahrer sollten Super E10 nur dann tanken, wenn ihr Modell seitens des Herstellers offiziell für den neuen Kraftstoff freigegeben ist.” Und wieso? Weil: “Nach 27 000 gefahrenen Kilometern wurde die Benzinpumpe undicht. Damit ist nachgewiesen, dass der höhere Ethanolgehalt im E10 tatsächlich ungeeignet und dafür nicht freigegebene Motorenteile angreift.”

Nun. Also .. “Damit ist nachgewiesen”, klingt ein wenig wie: “Wir schätzen, es könnte sein ..”. Aber gut. Belassen wir es dabei. Allein aufgrund dieses Berichts allerdings ist der Autofahrer von heute weder besser noch schlechter informiert als vorher. Richtig schlau wäre es gewesen zwei Signum antreten zu lassen. Ohne Referenzfahrzeug ist der Test nur halb so ergiebig. Vor allem aber ist die Verunsicherung des normalen Autofahrers damit nicht weg. Denn mal abgesehen davon, dass die wenigsten 27.000 Kilometer in einem so kurzen Zeitrahmen schaffen, als dass nachvollziehbar ist, ob der Schaden nun in Zusammenhang mit der E10-Betankung fällt oder nicht. Es ist eher, dass die meisten Fahrer denkten: “Wenn die Hersteller manche Autos von der E10-Tauglichkeit ausschließen, was macht mein Autos besser oder schlechter? Und was garantiert mir, dass mein Auto nicht auch Schäden erleidet, die ein E10-’Untaugliches’ Auto bekommen kann?” Diese Frage hat der ADAC-Bericht nicht geklärt. Im Gegenteil. Den Angaben der Hersteller werden dadurch nicht mehr sondern eher noch weniger Fahrer trauen als vorher. Vielen E10-Skeptikern dürfte der Bericht aktuell noch mehr in die Karten spielen.

Überhaupt ist das Thema E10 ein sehr “lustiges”. Die Einführung des Sprits mit erhöhtem Bio-Anteil wurde vor einigen Jahren beschlossen & wurde bereits 2009 in Frankreich und Schweden durchgeführt. Eine Einführung in Deutschland wurde, aufgrund einer EU-Richtlinie, bereits im selben Jahr (2009) beschlossen. Statt bereits vorher aufzuklären – auch von Seiten der Hersteller – gab es Anfang 2011 zur Einführung eine kleine Panik(mach)-Welle. Jetzt sitzen die Ölkonzerne auf E10, bekommen ihn nicht los und werden die Strafzahlungen, welche die verspätete, flächendeckende Einführung bzw. der vereinbarte Mindestabsatz von E10 dank Gesetz mit sich bringen wird, auf den Kunden umschlagen. Da beißt sich eine Schlange in den Schwanz.
Auf dem E10 werden die Tankstellen noch eine Weile sitzen bleiben. Zum einen schaffen Tests wie der des ADAC nicht unbedingt Vertrauen. Zum anderen ist es für den Normal-Menschen einfach nicht ersichtlich, was einen Motor jetzt E10-tauglich macht oder nicht. In den Listen mit E10-Verbot mischen sich lustig Modelle mit den Baujahren 1980, 1990 mit neuere Modelle wie eben dem Signum, den Golf IV Variant bis Baujahr 2006 oder den Seat Ibiza ab Baujahr 2008. Und genau das ist der Faktor der Verunsicherung.

Man kann über E10 streiten – er ist ökologischer wie technologischer Schwachsinn. Dass man es nicht schafft, die Deutschen von den positiven oder unbedenklichen Aspekten zu überzeugen, hat allerdings schon etwas sehr amüsantes …

Up! Up!, and Away!

Da ist er: Der Up!, mit Ausrufezeichen.
Und das will Volkswagen mit dem Kleinwagen nicht nur hinter den Namen des Autos gesetzt wissen, sondern auch am Markt. Denn mit dem Up! will man ein Zeichen setzen. Eines, das zeigt: Wir können auch Autos bauen, die unseren Namen verdienen – nämlich, ein Wagen für’s Volk zu sein. Nun wird der Up!, welcher auf der IAA seine Premiere feiert und im Dezember zu den Händlern rollt, sicherlich etwas mehr kosten, als es beispielsweise der Aygo von Toyota. Aber er wird für unter 10.000 in der Basisversion erhältlich sein, und das ist für ein VW quasi schon ein Erdbeben.

Genau 3,54 Meter lang ist der Up!, der damit das Erbe des wenig erfolgreichen Lupo übernimmt und von Dreizylinder-Benzinmotoren angetrieben wird. Die leisten zwischen 44 kW / 60 PS und 55 kW / 75 PS. Umweltschonendere Versionen des Mini-Kasten-VWs soll es ab 2013 in Form eines CNG-Fahrzeugs und eines Elektro-Up!s geben.

Wirklich revolutionär ist der Up! sicherlich nicht – er setzt jedoch einen Fuss ins immer wichtiger werdende Kleinwagensegment für VW. Und für die Kunden, die bisher zu Toyota, Citroen und Co. gegriffen haben, dürfte der Up! eine prima Alternative sein – deutsche Wertarbeit und deutscher Premiumanspruch lassen grüßen. Zudem bringt der Up! einiges an Technologie mit, das man bisher nur aus größeren Klassen kannte – beispielsweise das von Volvo und dem neuen Ford Focus bekannte System, gegen Auffahrunfälle im Stadtverkehr.

Man kann übrigens davon ausgehen, dass der neue – einzig wahre und einzig legitime – Käfer-Nachfolger nicht allein bleiben wird als Version mit drei Türen. Das, was VW in den letzten drei Jahren an Design-Studien auf Up!-Basis vorgestellt hat, verspricht eine breit angelegte Modell-Basis, inkl. eines Bully-Nachfolgers. Und von Seat und Skoda wird es auf der Up!-Plattform sicherlich auch etwas zu sehen geben.